DATEV Rechnung automatisch erfassen: ohne Abtippen zum Buchungsstapel

Kurz: Statt jede Eingangsrechnung von Hand in DATEV zu tippen, liest ein Werkzeug die Belege aus und schreibt die Felder in eine DATEV-Datei im Format EXTF, Kategorie 21 (Buchungsstapel). Bei elektronischen Rechnungen kommen die Werte direkt aus dem XML, bei Scans aus einer Texterkennung mit anschließenden Prüfungen. Kontieren muss weiterhin ein Mensch.

Was in einen Buchungsstapel gehört

Ein Buchungsstapel ist keine Rechnungskopie, sondern eine Liste von Buchungszeilen. Die DATEV-Datei im Format EXTF (Versionsnummer 700, Kategorie 21) enthält einen Kopf mit Angaben wie Beraternummer, Mandantennummer, Zeitraum und Sachkontenlänge, danach die Zeilen.

Pro Zeile stehen unter anderem:

Feld Bedeutung
Umsatz Betrag, mit dem gebucht wird
Soll/Haben Kennzeichen für die Buchungsrichtung
Konto Sachkonto
Gegenkonto Gegenkonto, oft das Kreditor-Konto
Belegdatum Datum des Belegs
Belegfeld 1 Enthält häufig die Rechnungsnummer
Buchungstext Kurzer Text zur Buchung

Wer diesen Stapel automatisch erzeugt, spart das Abtippen der Rohdaten. Das Konto und das Gegenkonto kommen dabei nicht aus der Rechnung, sondern müssen bestimmt werden. Das ist der Teil, den ein Steuerberater oder eine Buchhaltungskraft weiterhin entscheidet.

Was aus der Rechnung herausgelesen wird

Aus einer Eingangsrechnung lassen sich diese Felder ziehen:

Bei einer ZUGFeRD-, Factur-X- oder XRechnung-Datei stehen diese Werte im XML. Sie werden also nicht erkannt, sondern gelesen. Bei einem Scan oder Foto kommt eine Texterkennung zum Einsatz, und danach wird geprüft: Ergibt netto plus Steuer den Bruttobetrag? Hat die IBAN die richtige Länge für ihr Land? Sieht die Steuernummer nach dem Format ihres Landes aus? Was nicht zusammenpasst, wird nicht stillschweigend eingesetzt, sondern markiert.

Der Ablauf in der Praxis

  1. Die Rechnung kommt per Mail, als Download oder als Foto ins System.
  2. Das Werkzeug bestimmt zuerst, was vorliegt: eingebettetes XML, PDF mit Text, oder ein reines Bild.
  3. Daraus werden die Felder gefüllt.
  4. Die Prüfungen laufen.
  5. Felder, die nicht sicher sind, werden zur Kontrolle angezeigt.
  6. Die fertige DATEV-Datei geht an die Buchhaltung oder den Steuerberater.

Der Schritt „zur Kontrolle anzeigen" ist der wichtigste, und er wird oft übersprungen. Eine Automatisierung, die falsche Beträge ohne Hinweis einsetzt, ist schlimmer als Handarbeit, weil der Fehler erst bei der Prüfung auffällt, wenn überhaupt.

Was DueBuddy macht

DueBuddy nimmt die eingehenden Rechnungen entgegen, liest die Felder aus und erzeugt daraus eine DATEV-Datei im Format EXTF, Kategorie 21. Belege mit XML werden direkt gelesen, Belege ohne XML über den Text im PDF, Bilder über eine Bilderkennung mit anschließenden Prüfungen. Unsichere Felder bleiben leer und werden markiert, statt geraten zu werden.

Was wir nicht machen

DueBuddy ersetzt keine Buchhaltungssoftware und keinen Steuerberater. Wir kontieren nicht automatisch auf Sachkonten, geben keine Steuerberatung und legen die Kontierung nicht fest — Konto und Gegenkonto tragen Sie (oder Ihr Steuerberater) ein, wir lassen sie leer. Die DATEV-Datei ist dafür vorbereitet und bleibt ohne diese Angaben unvollständig. Ebenso wenig erstellen wir Ihre Ausgangsrechnungen.

Häufige Fragen

Kann ich damit direkt in DATEV Unternehmen online buchen? Wir liefern eine Datei, die sich in DATEV importieren lässt. Ob Ihre Einrichtung den Import automatisch oder mit Zwischenschritt vornimmt, hängt von Ihrer DATEV-Konfiguration ab. Das prüfen wir nicht für Sie.

Was passiert mit Rechnungen ohne XML, also Scans? Sie gehen durch die Bilderkennung. Die Werte werden danach gegen die Summenlogik, die IBAN-Prüfziffer und Länderformate der Steuernummern geprüft. Zweifelsfälle werden markiert.

Wie lange dauert die Erfassung einer Rechnung? Eine elektronische Rechnung ist in Millisekunden gelesen. Ein Scan dauert wenige Sekunden, weil gerendert und erkannt werden muss.

Muss ich prüfen, was das System ausgelesen hat? Ja. Bei elektronischen Rechnungen ist das Auslesen exakt, es kann aber vorkommen, dass ein Feld im Beleg gar nicht gefüllt ist. Bei Scans ist eine Sichtprüfung der markierten Felder sinnvoll.

Quellen

Stand: 5. Oktober 2026.


Was das kostet: Elektronische Rechnungen (ZUGFeRD, XRechnung, Factur-X, UBL/Peppol) — kostenlos, Scans und Fotos 0,07 € pro Seite.

Weiterlesen: E-Rechnung empfangen · DATEV-Export · Über die API

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